2025-08-25 21:30
Protonenfluss steigt, M-Klasse-Flares werden häufiger, komplexe Regionen werden sichtbar am Ostrand der Sonne
Die Sonne am 25.8.

Flares aus verschiedenen Regionen im Osten oder am Ostrand der Sonne
Sonnenwind Live Viewer
Das Hintergrund-Level der Röntgenstrahlung steigt, die Stärke der Flares nimmt zu, die Häufigkeit von M-Klasse-Flares nimmt zu. Dieser Trend wird sich wohl fortsetzen. Währenddessen werden wir überschwemmt von energetischen Partikeln, sehr wahrscheinlich von der Full-Halo-CME-Eruption am 21.8. – allerdings schrammen die 10 MeV-Protonen geradeso die Warn-Schwelle für S1 – Leichter Strahlungssturm. Schwangere und Menschen mit elektronischen Implantaten sollten kein Flugzeug fliegen.
Cluster sehr aktiver Sonnenflecken-Regionen rotieren langsam ins Sichtfeld. Sie werden sehr wahrscheinlich die nächsten Tage bestimmen mit koronalen Massenauswürfen, solaren Flares aber vielleicht auch weiterer Freisetzung energetischer Partikel. Außerdem sind zwei neue Regionen östlich und südlich von 4191 entstanden – sie zeigen Wachstum und sind magnetisch mit 4191 verbunden.

Sternchen: neue Regionen, noch unnummeriert
Komplexität im Osten, im Nordwesten das koronale Loch CH73-
M4.5-Flare – Ursprung hinter dem Ostrand
Da wir nicht den Fußpunkt des Flares sehen konnten, dürfen wir mit einer höheren als der in Erdnähe gemessenen Stärke rechnen. Ein größerer CME wurde nicht produziert.
Der Ostrand mit mächtigen magnetischen Loops die Plasma transportieren. Dazwischen immer wieder Flares.
High-Speed-Stream aus koronalem Loch CH73-
… bringt etwas geomagnetische Aktivität.

zunächst CME-Einfluss dann Corotating Interaction Region
(CME = koronaler Massenauswurf, Sonnensturm)
Sonnenwind Live Viewer
Wie sehen bereits einen Anstieg der Stärke des interplanetaren Magnetfeldes und einen langsamen Anstieg der Plasma-Geschwindigkeit. Sehr hoch wird sie wohl nicht steigen, da das koronale Loch recht weit im Norden ist und wir vom High-Speed-Stream nur gestreift werden. Das koronale Loch hat eine ungünstige Polarität (negativ) – im Herbst ist positive Polarität die geoeffektive. Deshalb sehen wir im Moment vor allem ein nach Norden gerichtetes interplanetares Magnetfeld. Sollte dies längere negative Bz-Episoden hervorbringen, kann aber durchaus ein bisschen Polarlicht in Mitteleuropa möglich sein (Nordhorizont, subvisuell). Der starke Röntgenfluss heizt die Ionosphäre auf, die sich dadurch aufbläht und die Schichten, in den Polarlicht entsteht, liegen in größeren Höhen. Wir können dann auch entfernteres Polarlicht beobachten.
Weiter: Grüße von der stürmischen Sonne – 26.8. Sonnenaktivität
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